Traditionelle Heilkunst

 

Schamanisch inspirierte Heilkunst

Seit Jahrhunderten hat der Mensch Übergänge in neue Lebensabschnitte zeremoniell und rituell hervorgehoben, wie zum Beispiel Geburt, Taufe, Erwachsenwerden, Berufswechsel, Umzug, Hochzeit, Klimakterium und Tod. In den alten lebendigen Kulturen ist es heute noch selbstverständlich, den einzelnen Menschen in Umbruch-Phasen in einer Gemeinschaft zu unterstützen. Auch die bereits Verstorbenen, die Ahnen, werden als Ratgeber in den Alltag mit einbezogen. Der Schritt eines einzelnen Menschen in den neuen Lebensabschnitt wird somit geheiligt, rituell sichtbar gemacht, gesegnet und bekräftigt. Dieser Ansatz des bewussten Übergangs kann eine kraftvolle und zuversichtliche Alternative zu allen Arten des Festgefahrenseins möglich machen.

Schamanen pflegen Kommunikation zu nicht-alltäglichen Wirklichkeitsebenen, verschiedenen Geistwesen, und bringen Informationen zum Wohle (= im Dienst/Dienen) eines Anliegens, eines Patienten oder einer Gemeinschaft in die alltägliche Realität. Die neue Information wird in den Alltag eingebunden und gestaltet. In der schamanischen Sichtweise gibt es keine Trennungen – alles ist lebendig, in vielfältigen Ebenen miteinander verbunden und wirkt aufeinander ein. Schamanische Rituale nehmen den natürlichen Lebenswandel lebendig auf, schamanisch inspirierte Behandlungen greifen im Ansatz der Quantenphysik – Energie folgt der Aufmerksamkeit. Diese Behandlungen und Sichtweisen können oftmals schon heilsam und hilfreich sein, indem sie uns „sehen“ helfen, dass uns viele unterstützende Energien und Wesen umgeben und begleiten.

 

Mein Schwerpunkt liegt in den Wurzeln meiner eigenen europäischen Kultur (mit Inspirationen aus anderen Kulturen). Nicht mehr vielen ist der Weltenbaum Yggdrasil mit seinen verschiedenen Welten bekannt, oder die Abenteuer des Odin in den alten Schriften der Edda. Für viele löst das Germanentum noch die alten Schreckensbilder aus dem Nationalsozialismus aus, Symbole und Sagen wurden missbraucht und zweckentfremdet – doch es ist unser kulturelles Erbe, das noch immer einer Wundheilung bedarf. Es gibt viele europäische Kraftplätze und Heilpflanzen.  In den Grimmschen Märchen stecken Initiationen und Hinweise, wie schwierige Situationen zu meistern sind.  Auch Jahreskreisfeste finden hier ihren Platz und schaffen eine tiefe Verbundenheit zu menschlichen Fragen und den Kreisläufen der Natur, dem Sterben und Werden, in dem der Mensch ein Teil des Ganzen ist.

Mein Anliegen ist es, Rituale und Zeremonien individuell und auf Ihren Alltag abgestimmt zu gestalten und damit den Veränderungen im Leben ihre sinnvolle Bedeutung zurück zu geben. Schamanisch inspirierte Behandlungen in einer Begleitung öffnen den Raum der Möglichkeiten und Sichtweisen – und sind somit ein lösungsorientierter Ansatz. Sie lehren uns, unsere Wahrnehmungen zu erweitern und vielfältige Unterstützungsangebote für Herausforderungen zu erkennen.

Ich selber begreife mich nicht als „Schamanin“ und ich heile auch nicht, sondern ich sehe mich im Praktizieren, Lernen und verantwortungsbewußtem Weitervermitteln traditioneller schamanisch inspirierter Heilkunst. Jeder Mensch kann schamanische Techniken und Haltungen mit viel Übung erlernen und selber achtsam anwenden. Wie umfassend, wie tief diese Weltanschauung gelebt wird, ist ein fortwährendes Lernen und praktisches Anwenden als Teil einer Gemeinschaft.