September: Spitzwegerich

Herbstbeginn – die Tage werden kürzer (ab Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche) und merklich kühl. Erste Herbststürme regen sich und erste Erkältungen melden sich mit Kratzen im Hals, Niesen, Husten, Schnupfen. Auch zu dieser Zeit stehen die richtigen Pflanzen bereit, wie z.B. Holunder, Hagebutte und Spitzwegerich.

 

Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

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gehört zur Familie der sehr weit verbreiteten Wegerichgewächse. Seine volkstümlichen Namen wie Heilwegerich, Lungenblatt, Nervenkraut, Ripplichrut und Wundwegrich weisen auf seine Anwendungsgebiete.

Hauptsächlich angewendet wird der Spitzwegerich bei Reizhusten, Entzündungen der Atemwege und bei allen Erkrankungen, die mit einer Schwächung der Lungen einhergehen. Er enthält vor allem Schleimstoffe und Saponine, die sich wunderbar kühlend auf gereizte und entzündete Schleimhäute legen. Desweiteren wirkt er antibiotisch, antimikrobiell und mild schleimlösend.

Äußerlich wird er bei Insektenstichen und entzündlichen Veränderungen der Haut angewendet.

Seine stark adrigen Blätter verweisen auf eine weitere wichtige Anwendung: er wirkt auch lindernd auf nervlich überhitzte Gemüter.