November: Walnuss

kongress_und_beerdigung_wolfgang06_2011 127Mit Samhain, das am Vorabend des 1. Novembers gefeiert wird, und Allerseelen beginnt der November. Nach dem Kalender von Coligny war dies der Beginn des keltischen Jahres und Winterbeginn. Es hiess, dass zu dieser Zeit die Tore zu den Wesen der Anderen Welt offen stehen. Im christlichen Glauben werden am 2. November mit Allerseelen und Totensonntag gegen Ende November aller Verstorbenen gedacht. Eine verbreitete Speise für die Verstorbenen, den Voraus-Gegangenen, unseren Ahnen, sind Nüsse.

Die Walnuss (Juglans regia)

Der Walnussbaum zählt zu den Obsthölzern und kann stattliche 25 m hoch und an die 200 Jahre alt werden. Er zeichnet sich durch gute Wüchsigkeit und einer sehr starken tiefen Pfahlwurzel aus. Das Mark seiner Zweige ist gekammert und die zerriebenen Blätter duften würzig-aromatisch. Mit seinen grünen Anteilen scheidet er ein Glycosid aus, das bei Freisetzung in Juglon umgewandelt das Pflanzenwachstum in seiner unmittelbaren Umgebung verhindert. So verhindert er, dass sich andere Bäume in seiner Nähe ansiedeln können. Das trifft sich gut, denn der Mensch gewährt einem Walnussbaum gerne den besten Platz vorm Haus.

Heilkräftig wirksam sind seine Blätter, Nüsse und die holzigen Kämben zwischen den Nusshälften.

Der regelmässige Verzehr von reifen Walnüssen – und den enthaltenen Omega-3-fettsäureähnlichen Substanzen –  fördert die Elastizität der Blutgefässe und wirkt somit Arteriosklerose und deren Folgen entgegen: Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Die grünen Nüsse, die Ende Juni erntereif sind, stärken Verdauung und Leber und wirken blutreinigend.

Walnussblätter als Tee zubereitet wirken durch ihren Gehalt an Gerbstoffen zusammenziehend und werden bei Verdauungsstörungen und Hautentzündungen angewendet.

Äusserlich als Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern und Waschungen wirken die Blätter heilsam bei Hautentzündungen, Ekzemen, Schuppenflechte, Akne, Fußpilz und Warzen.

Tees oder Tinkturen aus den Nuss-Kämben stärken das Herz und werden begleitend bei der Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt.

Die Bachblüte „walnut“ hilft bei Übergangssituationen im Leben – sie wird eingesetzt bei Neuanfängen, wenn noch vor dem entscheidenden Schritt gezögert wird, um das alte Ufer zu verlassen. Sie hilft, die bekannten Grenzen zu überschreiten und an den neuen Ort zu gelangen.